Songcontest Halbfinale
Mein lieber Schwan war das teilweise schlimm und peinlich.
Seichte Trällereien gesungen von noch seichteren Stimmchen in teilweise höchst seltsam anmutenden Kostümen, die eher an ein “Ich-Singe-Gern-Unter-Der-Brause”-Happening erinnert haben und nicht an einen internationalen Wettbewerb.
Geglitzert ham fast alle, wie wenn Weihnachten wär. Das war fast ein Glitzerwettbewerb und keiner für Lieder. Die/Der Drag Queen aus Dänemark war in dieser Beziehung wohl die/der schrägste VertreterIn. Aber leider hat das Glitzern nicht wirklich was gebracht, das Lied war gut, zumindest für mich, aber naja, knapp vorbei offenbar.
Dabei ist nur ein kleiner Trost, dass die wirklich ausgezeichnete Vertreterin von Ungarn, Magdi Rusza mit ihrem Unsubstantial Blues im Finale dabei ist. Und wenn die gute Magdi am Samstag wieder so bei Stimme ist, wie gestern, dann wird sie wohl weit vorne liegen. Zumindest wäre es ihr vergönnt. Was hat die Frau nur für eine Stimme….unglaublich.
Ausser die Soncontest-Mafia schlägt wieder zu, denn was in den letzten Jahren doch ganz stark auffällt ist, dass die ganze Chose mittlerweile zu einem Treffen von osteuropäischen Drittklasse-Teilnehmern geworden ist, die sich dann auch gegenseitig ganz brav im Finale die guten Punkte zuschanzen. Und da hätte Ungarn ja dann durchaus potentielle Chancen…weil Lied gut, Stimme gut und aus dem Osten. Sozusagen fast der songcontesttechnische Lottosechser!
Da sind wir, man verzeihe mir diese Ausdruck, urstämmigen Europäer wohl a bissl zu blöd dafür, weil wir gehen immer noch nach der Qualität des Lieds. Würden das alle Länder so praktizieren, wären wohl heuer Länder wie Norwegen, Dänemark, die Schweiz und auch Österreich nicht ausgeschieden. Weil des waren tatsächlich gute Lieder, die man sich abseits des Wettbewerbs anhören kann, aber eben nicht aus dem Osten….oft hat ma einfach ein wirkliches Pech.
Bitte da sind heuer Lieder dabei, wo man ganz stark hofft das endlich ein Arzt kommt um der armen Person zu helfen. Die muss doch unglaubliche Schmerzen haben, wenn so geschrien wird. Und auch Lieder wo man sich direkt wünscht für ein paar Minuten ganz starken Tinnitus zu haben oder kurzzeitig zu ertauben, wobei beides wahrscheinlich von ganz allein gehen würden, ört man sich das Lied bis zum Ende an. Aber da wärs eben besser vorher!
Im Grunde hat man also gestern beim Halbfinale nichts, aber auch absolut nichts, versäumt. Gegangen ist es um gar nix.
Das Einzige, was mir in bleibender Erinnerung ist, war der Komentator der österreichischen Live-Übertragung Andi Knoll. Knolli hat brilliert und die an sich wirklich fade Geschichte mit seinen Kommentaren aufgepeppt. Wenn ich mir schon am Samstag eventuell den Songcontest ansehe, dann zu einem Großteil wegen seiner Meldungen.
Als kleines Beispiel:
“Helsinki ist Ausgangspunkt für viele Kreuzfahrten. Helsinki ist auch bekannt für seine Sauffahrten. Da fährt ein Schilff voller Gäste soweit bis die finnischen Gewässer zu Ende sind, weil dann können sie den Alkohol billiger verkaufen. Dann betrinken sich alle, jeder kotzt einmal über die Reling und dann fahrens wieder in den Hafen zurück.”
Heuer freu ich mich auf den Beitrag von Deutschland. Roger Cicero ist gut, saugut sogar. Ich liebe diese Art von Musik. Und ich hoff ganz stark, dass er weit vorne ist. Und ich hoff, dass da mal die Österreicher, Schweizer und alle anderen Europäer zusammenhalten. Roger Cicero 12 Points, please!
In diesem Sinne…warten wir auf Samstag…auf das Favoritensterben…oder auch nicht



Samstag, 12.Mai 2007 00:02Eurovision Song Contest…
Am Wochenende ist es mal wieder soweit.
Nach Nicole, Raab und vielen anderen wird es in diesem Jahr der Sänger Roger Cicero Deutschland beim Eurovision Song Contest in Helsinki vertreten.
Gestern Abend gab es schon das Semifinale in dem die letzten 10…